Zur Zeit bin ich noch in Hojai, bei Freunden und das wird die nächsten Tage auch so bleiben. Gestern sind Mimi, ihre Mutter und ich zu einem Wasserfall gefahren, heute wollten wir in einen Garten mit Orchideen (ich glaube, es waren Orchideen), aber der Betreiber schien keine Zeit zu haben. So fuhren wir direkt nach Lanka, zu dem neu eröffneten Krankenhaus von Mimis Eltern und einigen Geschäftspartnern. Das Krankenhaus hat erst vor ca. einem Monat eröffnet. Die Menschen in der Umgebung sind froh, endlich eine gute medizinische Versorgung in der Nähe zu haben.

Wir saßen im Aufenthaltsraum der Operateure, aßen Kekse, unterhielten uns. Außerdem gab Mimi mir wieder eine exclusive Führung zu den Neugeborenen und ihren Eltern. Wobei ich mich ja immer schlecht fühle, in die Zimmer zu marschieren, mir die Kinder anzugucken und wieder zu gehen. Frei nach dem Motto “Hey, ich möchte nur mal gaffen”.

Aber die Mitarbeiter und auch die Patienten sind stets lieb und freundlich! Und ich muss gestehen, dass ich hoffe, den einen jungen Arzt wieder zu sehen. Der ist so süß! 😊

Nach fünf Tagen und vier Nächten bin ich heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. Dort war ich wegen Magen und Darm Problemen, welche zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen auftraten. Einige werden sich nun wohl fragen, warum ich damit ins Krankenhaus gegangen bin. Eigentlich war dies nicht mein Plan. Ich hatte in einem Tempel übernachtet und am Morgen ging es mir schlecht. Ich erklärte dem Sicherheitsbediensteten mein Problem und fragte ihn, ob er wisse, wo ich Medikamente herbekäme. Er brachte mich direkt ins nächste Krankenhaus. Widersprechen tat ich nicht.

Zusammenfassung aus dem Krankenhaus

Die letzten vier Tage bekam ich insgesamt 7 oder 8 Infusionen und viele andere Medikamente. Außerdem wurde ein Malariatest gemacht, nachdem ich Fieber entwickelt hatte und der Ärztin von meiner Nacht im Freien berichtet hatte. Der Test fiel zum Glück negativ aus.

Gleich am ersten, aber auch an den folgenden Tagen erhielt ich sehr viel Besuch. Viele dort arbeitende Ärzte kamen, zwei Polizisten der nahegelegenen Station nahmen meine Reisepass-und Visadaten auf, da die Regierung für die meisten Behandlungen in diesem Krankenhaus aufkommt und sie dementsprechend meine Daten an die zuständigen Behörden leiten mussten. Manchmal war es anstrengend, immer aber nett und häufig auch ganz lustig. Ein neu gewonnener Freund brachte mir ein Buch, von welchem er selbst der Autor ist, vorbei, es gab immer gut zu essen, wobei für mich anfangs schon zwei Löffel Suppe zuviel waren, es wurden viele Fotos gemacht und ich bekam drei Henna-Tattoos. 😊

Und ich bekam sogar ohne nachzufragen ein Zweibettzimmer für mich allein, wobei die ersten Stunden im Achtbettzimmer auch nicht schlimm waren!

Ein ganz dickes Dankeschön an alle Mitarbeiter des Krankenhauses, die Besucher und alle anderen für die Genesungswünsche!

Und: Mittlerweile glaube auch ich, dass Elefanten sehr gefährlich werden können!

Heute ist die erste Nacht, in der ich hier in Indien campe. Bisher ist alles ruhig, bis auf die Autos auf dem Highway, und mein Essen steht in der Feuersglut und wird gekocht. Es gibt Porridge.

Der Tag verlief ganz gut, bin heute Mittag nach einer recht kurzen aber spaßvollen Nacht losgewandert und habe rund acht Kilometer geschaft. Ich muss aber dazu sagen, dass ich sieben Liter Wasser dabei hatte, da ich heute und morgen auf kein Laden treffen werde. Dementsprechend schwerer war mein Rucksack und ich habe nicht so schnell wandern können, wie die letzten Tage.

Und ich muss sagen, dass ich Personen, welche sich einen Spaß daraus machen anderen Menschen Angst einzujagen, absolut hasse! So einem bin ich heute begegnet. Er, natürlich als Beifahrer auf dem Roller seines Kumpels sitzend, meinte “Tiger, Tiger, go, go, go” zu mir. Danach sind die weitergefahren und es war absolut kein Tiger, ja noch nicht einmal eine Ratte da. Lediglich Vögel saßen auf der Leitplanke. Und ein Tiger tagsüber auf einem vielbefahrenen Highway zu sehen ist auch recht ungewöhlich.

Heute war ein langer Tag, aber von vorne: Ich bin heute früh gegen acht Uhr losgelaufen, hatte um zwölf die ersten zehn Kilometer fertig und verbrachte meine Mittagspause auf einem kleinen Pfad, welcher von der Straße zu einer Wiese führte. Auf der Wiese graaßten Kühe, Rinder und Kälber. Ein Hund und der Bauer waren auch dort. Anschließend ging ich weiter, irgendwann stieg ich in ein Auto, sagte dem jungen Mann wo ich hin möchte. Wir hatten verständigungsprobleme, ich bin mir trotzdem recht sicher, dass er verstanden hatte, dass ich nach Lumding möchte. Er brachte mich aber nach Lanka zur Zugstation, 36 Kilometer von Lumding entfernt. Während der Fahrt musste ich erst sauer werden, damit er aufhörte seine Hand auf mein Bein zu legen und mich zu fragen, ob ich mit ihm vögeln möchte. In Lanka angekommen drückte er mir 50 Rupien in die Hand und fuhr weiter.

Ich, die ich mir die 36 Kilometer der Strecke wandertechnisch nicht entgehen lassen wollte beschloss, mit dem Zug nach Lumding zu fahren.

Es waren viele nette Menschen dort, welche mir zeigten, wo genau die Zugstation und der Ticketcounter ist. Mein 30 Rupien teures Ticket in der Hand ging ich zurück auf den Bahnsteig, wo ich vorher schon freundliche Bekantschaften geschlossen hatte. Ich war glaube ich die einzige Ausländerin auf dem Bahnsteig, fast alle schauten zu mir herüber und ich war etwas beschämt. Schnell kamen ein junges Mädel und ein junger Mann zu mir, fragen wo ich herkam, wo ich hin möchte. Wir redeten viel und stiegen später gemeinsam in den Zug in Richtung Dimapur. Ich war die erste, welche raus musste. Der junge Mann stieg in Diphu aus und das Mädel fuhr nach Dimapur. Wir tauschten im Zug die Nummern aus, machten Selfies und das Mädel kontaktierte eine Freundin in Lumding, ob sie mich vom Bahnhof abholen und irgendwo unterbringen könne.

In Lumding angekommen und aus dem Zug gestiegen, wartete ich etwa eine dreiviertel Stunde, bis die Schwester der Freundin meiner neuen Bekanntschaft mit ihrem Freund oder Mann ankam. Sie brachten mich in einer Unterkunft direkt im Bahnhof unter, der Mann arbeitet hier. Er brachte mir noch ein Vorhängeschloss, damit ich die Tür verriegeln kann, sollte ich raus gehen und sagte mir, ich solle die Unterkunft nicht verlassen, da es zu gefährlich sei. So liege ich nun in meinem Bett, höre den Bahnsteigansagen zu und freue mich auf mein Essen später.

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich über die Hälfte des Weges nach Guwahati hinter mir habe. 😊

Und bis nach Nepal sind es laut Google Maps nur noch 612 Kilometer. Das sollte ich in fünf Monaten schaffen.

12 Kilometer standen heute auf dem Plan. Und nachdem mir gestern nach meinem missglückten Campingversuch erzählt wurde, dort in der Nähe sei ein Tiger mit seinen/ihren Jungen gesichtet worden, entschied ich mich heute für eine Übernachtung in der Kirche in einem Dorf zwischen Diphu und Lumding, bzw. einem Nebengebäude der Kirche. Das Dorf liegt fast in der Mitte zwischen den beiden Städten. Es gibt viele kleine Häuschen, die besagte Kirche, einen netten kleinen Markt und sogar einen Zugbahnhof. Und nein, die Menschen sitzen in den Zügen und nicht oben drauf!

Für morgen sind ca. 20 Kilometer geplant. Mal schauen, ob ich die schaffe.

Ob ich die Geschichte mit dem Tiger und den Jungen glauben soll, weiß ich nicht. Viele Einwohner sagen, es gibt hier keine Tiger, genauso viele sagen, es gibt hier ab und an welche und alle anderen wissen es nicht. Bei einem Tier sind sich jedoch alle einig: dem Elefanten, der lebt hier, kommt aber meistens nachts aus den Wäldern. Und er wird von vielen als häufig aggressiv beschrieben. Wobei ich denke, dass diese Aggressivität daher kommt, dass die Elefanten in ihrem Lebensraum eingeengt bzw. aus ihrem natürlichen Lebensumfeld weitestgehend vertrieben werden, bzw. in der Vergangenheit wurden. Und eine kleine Art von Affen soll es in der Gegend auch geben. Vor Elefanten habe ich keine Angst, vor Affen und ganz besonders vor Tigern aber schon. Vor einigen wenigen Menschen auch.

Ihr könnt ab heute am Ende der Seite meine Fotos kaufen. Es gibt jeden Tag ein anderes Foto zur Auswahl. Ihr könnt mir in den Kommentaren aber schreiben, welches Foto aus der Galerie ihr gerne haben möchtet, dann stelle ich dies ein!

Sooo, heute war ich etwas faul. Nachdem ich gestern ca. 15 Kilometer gewandert war, lief es heute nicht so gut. Die ersten acht bin ich noch gelaufen, danach den Rest nach Diphu getrampt. Und ich habe mir heute nach dem Einchecken im Hotel in Diphu fest vorgenommen, die nächsten Monate nicht mehr im Hotel zu übernachten, man merkt es doch sehr im Geldbeutel. Stattdessen wird sich mein Schlafplatz wohl in Kirchen, Tempeln oder meinem Zelt befinden, wobei ich die letzten Nächte etwas zu ängstlich für’s Campen war, hört man selbst von den Einwohnern, es sei nachts zu gefährlich draußen.

Nun liege ich mal wieder in meinem Bett, überlege, wie weit ich es wohl morgen schaffe und was ich mir heute zum Abendessen gönne. Heute früh gab es Reis mit Gemüse und Hähnchen. Und ich habe mal wieder vergessen, ein Foto davon zu machen, shame on me! Und verzeiht mir bitte, wenn ich mir nicht alle Dorfnamen merken kann. 🙈

Ich bin gestern und heute rund 35 Kilometer nach Dimapur gelaufen, habe die Nacht in einem gruseligen Hotel in Chumukedima verbracht und bin nun in einem ganz angenehmen Hostel. In meinem Hotelzimmer war Blut an der Wand, dazu ein ebenfalls blutiger Handabdruck. Allerdings schien das Blut schon älter zu sein.

Gestern Mittag traf ich fünf Radfahrer, Eric (https://monkeyon2wheels.wordpress.com), Olga und Michel (www.rausgefahren.de) aus Deutschland und Molly und Haydn aus Groß Britannien (cycleforlove.com). Sie fahren um die Welt und haben sich ganz zufällig auf dem Weg getroffen.

Nach einer halben Stunde reden und Fotos schießen ging es für alle weiter. Die fünf fuhren in Richtung Myanmar und ich lief nach Chumukedima.

Der heutige Tag war weniger spannend. Ich bin heute morgen gegen 10:30 aufgebrochen 16 Kilometer gewandert, habe mich über die viele Fahrzeuge aufgeregt und liege nun in meinem Bett, es ist 17:30.

Heute war ein anstrengender Tag, es war zu warm. Aber immerhin sind nicht so viele Autos gefahren, da es heute in den Seven Sisters (Mizoram, Manipur, Nagaland, Arunachal Pradesh, Assam, Meghalaya und Sikkim) zu einem Generalstreik kam. Wofür oder wo gegen gestreikt wurde, habe ich nicht verstanden, nur das dieser Streik an die Regierung in Delhi gerichtet war.

Einige LKW’s waren trotzdem unterwegs, wenige Läden entlang des Highways hatten geöffnet. Lediglich die Armee und die Straßenbauer taten ihren regulären Dienst, zumindest dort, wo ich vorbei kam.

Ich war froh, nicht so viel Sand und Staub abzubekommen, auch, wenn ich mittlerweile einen Mundchutz besitze.

Gewandert bin ich heute nur 14 Kilometer. Untergekommen bin ich wieder bei einer netten Familie. Wir aßen heute Reis, Gemüse und ein frisch geschlachtetes Huhn. Außerdem waren zwei der Jungs mit mir auf einer kleinen Sightseeingtour. Sie zeigten mir eine Brücke und ihre Schule, bzw. ehem. Schule, einer der beiden studiert bereits.

Nun liege ich in meinem Bett und freue mich auf morgen!

Heute ging es weiter, den vor Trockenheit sehr staubigen Highway entlang. Wenn ich früher das Wort “Highway” hörte, dachte ich an eine große Straße irgendwo in Amerika, an Filme aus dem wilden Westen, nicht an eine meist schmale Straße in Nagaland, ich wusste ja noch nicht einmal über die Existenz Nagalands bescheid.

Einkehren durfte ich heute bei der Familie des örtlichen Pastors. Anfangs hatte ich das Gefühl, mit der Tür ins Haus gefallen gekommen zu sein, eigentlich nicht erwünscht zu sein. Dieses Gefühl hatte sich nach dem Abendessen gelegt und wir saßen nett beisammen und unterhielten uns. Ich hatte vorher schon erfahren, dass es auf dem Weg nach Guwahati ein Reservat mit Elefanten und Tigern gibt, hakte aber noch einmal nach. Die Elefanten möchte ich gerne sehen, den Tigern möchte ich aber, ohne in einem Auto oder Bus zu sitzen, nicht begegnen, ist meine Angst vor ihnen doch zu groß. Und Schlangen gibt es hier wohl auch, ich habe aber noch keine gesehen.

Aus irgendeinem Grund verstehen die meisten Menschen hier nicht, warum ich zu Fuß laufe. Ich könnte doch ganz einfach einen Bus oder ein Taxi, ein Flugzeug nehmen und an allem nur vorbei fahren bzw. drüber fliegen. Das geht doch viel schneller und ist nicht so anstrengend. Manche würden mir vermutlich sogar das Busticket bezahlen. Und überhaupt: warum ich denn nicht nach Deutschland zurück möchte, es sei doch alles so toll dort.

Dass eben nicht immer alles so ist, wie die Medien, die Zeitungen, das Radio es erzählen, das verstehen viele Menschen nicht. Allerdings ist es egal, in welches Land man dafür schaut. Ob man in Indien nur Gutes über Deutschland oder in Deutschland nur Schlechtes über Indien hört. Es stimmt in beiden Fällen nicht. Beide Länder haben gute und schlechte Seiten. Wenn man in Deutschland wieder im Radio von einer Vergewaltigung in Indien hört, sollte man sich zuerst vor Augen führen, dass in Deutschland ebenfalls alle paar Minuten jemand vergewaltigt wird und dass Indien um ein zigfaches größer ist als Deutschland!

Man glaubt ja manchmal nicht, wie sehr man sich über die kleinen Dinge, kleinen Gesten freuen kann. Sei es, dass man einen Apfel geschenkt bekommt, einen Platz zum Schlafen hat, jemand einem umgerechnet ein paar Euros zusteckt oder einfach ein Auto neben einem hält, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Diese Dinge darf ich seit dem Start meiner Reise in Australien im Jahre 2017 immer wieder erleben. Und ich freue mich darüber!

Heute ging es für mich raus aus Kohima, wieder auf’s Land, wieder entlang des Highways. Wobei man den Highway eher mit einer Dorfstraße vergleichen kann. Er ist breit genug, um zwei nebeneinander fahrende LKW’s zu beherrbergen. Aber es gibt überall Schlaglöcher und es ist sehr staubig. Der Highway wird zur Zeit restauriert. Aber bei einer Strecke von mehreren hundert Kilometern, alle fünf Meter ein großes Schlagloch, dauert es Monate, bis die Restauration abgeschlossen ist. Das schöne ist, der Highway führt durch viele kleine Dörfer, wunderbare Landschaften und man trifft ab und an auf Rinder, Kühe und Ziehen am Straßenrand.

Ich liege in meinem Bett, bin heute 20 Kilometer gelaufen und den Rest nach Kohima gefahren. Nun bin ich also in Nagaland. Ein bisschen Angst bekommen hatte ich vorhin, da ich direkt in dem ersten Dorf mehreren Menschen mit Gewehren begegnet bin. Aber hier ist zur Zeit wohl Jagdsaison.

Von dort wurde ich mitgenommen nach Kohima, wobei ich vorher noch auf einen Tee eingeladen wurde.

Heute Abend saß ich mit dem jungen Mann, bei welchem ich heute nächtigen darf, in seiner Küche, wurde bekocht, es gab wie immer ein Lagerfeuer (Heizungen gibt es hier trotz der kühlen Temperaturen (um die 0-10 Grad Celsius abends und nachts) nicht) und ein warmes Fußbad. 🙂

Sooo, mittlerweile geht es meinem Magen wieder besser und ich bin wieder auf Wanderschaft. Übernachten durfte ich heute bei einer Familie in einem Dorf nahe Tadubi, wobei ich das Wort “nahe” auch nur wage benutzen kann. Das Dorf lag etwa eine Stunde außerhalb Tadubis. Das witzige war, dass die Tochter des Pastors, bei welchem zu hause ich die vorherigen Nächte verbrachte, dort wohnt.

Nun sitze ich an dem National Highway auf dem Weg nach Kohima und frühstücke.

Eigentlich wollte ich heute weiter wandern, aber mein Magen macht immer wieder Probleme, trotz den Medikamenten. Deswegen blieb ich heute hier, werde aber wahrscheinlich morgen weiter laufen.

Die erwachsenen Mitglieder dieser Kirche diskutieren seit Stunden über irgendetwas, ich habe nicht genau verstanden über was. Währenddessen saß ich mit einer handvoll Jugendlichen am Feuer, zwischendurch liefen wir mal kurz durch das Dorf. Vor der Diskussionsrunde sind wir auf einen der Hügel gestiegen, ein Bekannter wohnt dort mit seiner Familie und er wollte mir die gute Aussicht zeigen. Anschließend ging es in die Kirche, drei Mädels bei der Gesangsgeneralprobe für morgen früh zuhören.

Ich werde nun 40 Minuten zu früh (nach indischer Zeit) ins Bett gehen, da ich zu müde bin, um wach zu bleiben.

Guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich euch allen!

Tag 9 meiner Wanderung durch Indien geht zu ende. Ich bin heute früh bei der netten Familie, bei welcher ich übernachten durfte, aufgewacht, wir haben gefrühstückt und gegen elf Uhr bin ich losgewandert. Bis zum Ortsende wurde ich von zwei Buben des Dorfes begleitet.

Gegen Mittag kam ich in Senapati, einer kleinen Stadt mitten in Manipur gelegen, an, wo mich auch gleich ein Mann freudestrahlend begrüßte und mir erzählte, er hätte schon von mir gehört. Die Familie, bei welcher ich nächtigen durfte, hatte ihn angerufen und ihm gesagt, dass ich Senapati durchqueren würde. Dementsprechend wartete er an der Hauptstraße. Mittlerweile kennt mich, wie ich glaube, fast jeder zwischen Imphal und Senapati, wurde ich doch jeden Abend von der halben Dorfgemeinschaft besucht, bzw. war ich vor und an Heiligabend doch in der Kirche. Egal wo ich bin, es werden immer viele Fotos gemacht. Manchmal hält auch ein Auto vor mir und ich werde gefragt, ob man doch ein Foto mit mir schießen dürfe. Meistens bejahe ich diese Frage.

Heute habe ich mir auch endlich einen Mundschutz zugelegt, habe ich doch keine Lust, weiterhin Sand zu futtern, wenn ein LKW an mir vorbei fährt. Die Straßen sind hier so trocken, dass der ganze Sand und Staub aufgewirbelt wird, sobald ein Fahrzeug darüber fährt.

Für die Nacht bin ich in dem Pastorenhaus einer Kirche untergekommen. Gefragt hatte ich eigentlich nur, ob die angrenzenden Felder in Privatbesitz seien. Die Jungs waren so lieb und fragten bei dem Pastor, ob ich bei ihm übernachten dürfe, nachdem ich ihnen erzählte, dass ich neben den Feldern oder in dem dahinterliegenden Wäldchen campen möchte.

Zum Abendessen gabe es Reis mit Fleisch, Schnecken oder Ähnlichem und Gemüse. Die Schnecken schmeckten mir nicht und die Soße von dem Fleisch war mir zu scharf. Der Reis und das Gemüse waren aber sehr lecker!

I am in my tent now, it is 6:35 pm near Senapati. I am alone and a bit scarred. But I have my knife in my sleepingbag, in case someone attack me.

We write day eight on my journey. The day was nice, the sun was shining. The only problem: we, a friend and me, could not get cash from the ATM. But it was a problem from the ATM, not from my card. I startet hiking around 1 pm. One the way I have meet a group of people they invited me to eat with them: pork, meat, a few vegetables and dog. I asked where they got the dogmeat, they said the dog was a pet of one of them. The taste was ok, but the knowledge it is a dog was too much, I did not eat more. Now I am in my sleepingbag and remember the day.