Der Tag fing an, wie fast jeder andere. Ich wachte zwischen neun und halb zehn auf, frühstückte und war mit meinem Handy beschäftigt. Ich dachte ja, immer auf dem neuesten Stand der Besucherzahlen meines Blogs und der Likes auf Instagram sein zu müssen. Es war also ansich nichts anders, als die letzten Tage. Bis zum Abend, als Mimi mir einen Brief gab, in welchem sie beschrieb, wie wir uns kennen lernten oder viel mehr, wie sie mich erlebte, als wir uns im Krankenhaus das erste Mal begegneten.

Mimi ist ein 14- jähriges Mädchen, sie geht ganz normal zur Schule, tanzt gerne und malt Hennas. Sie wohnt mit ihren Eltern in der Nähe des Krankenhaus, in welchem ich behandelt wurde. Ihr Vater ist ein Arzt mit leitender Funktion oder ähnlichem in dem KH. Zusätzlich hat die Familie mit Geschäftspartnern ja noch ein eigenes KH, über welches ich gestern schon berichtete.

Sie beschrieb mich als ängstlich, umgeben von vielen Anwohnern und wie sie vorsichtig anfing mir Fragen zu stellen und ich leise antwortete.

Ich war und bin auch immer noch so gerührt von dem Brief, dass ich nicht weiß, was ich sagen soll. Sie hat es genau auf den Punkt getroffen. Ich lag da im Bett, es waren viele Besucher dort. Auf der einen Seite war es schön, auf der anderen Seite war ich überfordert mit der gesamten Situation. Dazu kommt, dass ich von Natur aus meistens nicht laut spreche und wenn ich überfordert oder unsicher bin, werde ich noch leiser. Allerdings traue ich mich häufig nicht zu sagen, dass ich unsicher bin. Dass versuche ich ab und an zu lernen, muss aber noch wesentlich besser werden.

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